LIOS ist eine junge NGO, gegründet von Menschen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen, die fest davon überzeugt sind, dass der Klimawandel ein Bodenproblem ist. Unser Team aus jungen Bodenbotschafter:innen, UN-Fachleuten und Landwirt:innen der regenerativen Landwirtschaft wurde durch die gemeinsame Leidenschaft für den Boden und den Wunsch, etwas zu verändern, zusammengeführt.
LIOS wurde ursprünglich unter dem Namen Growth4Peace in Wien, Österreich, gegründet, mit dem Ziel, auf das drängende globale Problem der Wüstenbildung aufmerksam zu machen. Johanna Walderdorff gründete die Organisation, nachdem sie in Südafrika zum Safari-Guide ausgebildet worden war und dort aus nächster Nähe gelernt hatte, wie die Natur in ariden Lebensräumen funktioniert. Später stieß sie auf die regenerative Landwirtschaft, als sie einen TED Talk über eine Methode des Holistic Management sah, die auf den Prinzipien der Natur basiert und vom simbabwischen Ökologen und Viehhalter Allan Savory entwickelt wurde. Von diesem Moment an verspürte sie den überwältigenden Wunsch, ihren Teil im Kampf gegen die Klimakrise zu leisten, vor der wir heute alle stehen.
Bei verschiedenen Friedensveranstaltungen in Wien traf sie Dr. Afsar Rathor, der 30 Jahre für die Vereinten Nationen gearbeitet hatte, und Dr. Josef Siegele, einen internationalen Menschenrechtsanwalt. Alle drei sahen in der regenerativen Landwirtschaft eine vielversprechende Lösung, stellten jedoch eine sehr große Wissenslücke und ein mangelndes Bewusstsein für dieses Thema bei politischen Entscheidungsträger:innen fest.
Die Organisation legt einen besonderen Schwerpunkt darauf, regenerative Landwirtschaft in Friedensabkommen zu verankern. Johanna hat Karten von Kriegsgebieten und Vegetationsgrenzen in ariden Regionen übereinandergelegt und dabei festgestellt, dass Konflikte in Ländern, die mit Wüstenbildung kämpfen, häufig entlang der zurückweichenden Vegetationsgrenzen auftreten. Darüber hinaus möchte die Organisation dazu beitragen, dem wachsenden Bedarf an einem Umstieg auf regenerative landwirtschaftliche Praktiken in Europa gerecht zu werden, der durch die zunehmende Trockenheit entsteht.
Letztlich verfolgt die Organisation das Ziel, über Bodendegradation zu informieren, Entscheidungsträger:innen zu beraten und bei der Umsetzung von Lösungen zu unterstützen. Dabei konzentriert sie sich auf zwei zentrale Gruppen:
- globale Führungspersönlichkeiten, Politiker:innen, politische Entscheidungsträger:innen und weitere Stakeholder, die die Möglichkeit haben, weitreichende Veränderungen anzustoßen und umzusetzen;
- Entwicklungs- und fragile Staaten sowie benachteiligte Gemeinschaften, die am wenigsten dafür gerüstet sind, mit den raschen Veränderungen infolge der heutigen Klimakrise umzugehen.